THS (Turnier Hunde Sport)

Der Turnierhundesport bietet für jeden Etwas. 

 

Erst Anfang der 70-er Jahre begann sich der Turnierhundesport langsam aber sicher zu entwickeln, während zuvor lediglich Schutzhundeprüfungen abgenommen worden waren. Den Grundstein für diese neue Entwicklung legte 1972 das erste offizielle "Freizeit-Turnier für Hunde aller Größen", das dem heutigen Hindernislaufturnier schon weitgehend ähnelte. Im Laufe der 70-er Jahre erweiterte sich das Angebot im Turnierhundesport um die Disziplin Geländelauf mit Hund (2 km oder 5 km), sowie den aus Unterordnung, Hürden-, Slalom- und Hindernislauf bestehenden Vierkampf.  

 

Der Geländelauf. Zum Turnierhundesport gehört der Geländelauf, welcher in zwei Schwierigkeitsgraden (2000m/5000m) angeboten wird. Hier lohnt es sich, vorher mit dem Hund ein paar Mal zu üben, damit er lernt, dass beim Laufen nicht geschnüffelt und keine Geschäfte verrichtet werden.

 

Die vier folgenden Elemente nennt man "Vierkampf". Das ist sozusagen die "Grundeinheit" des Turnierhundesports. Man kann sich auch nur für den Hindernislauf entscheiden, wenn das als Einzeldisziplin angeboten wird, sonst kann man den Vierkampf nur komplett durchlaufen.

 

Die Gehorsamsübung. Bei der Gehorsamsübung muß der Hundeführer mit seinem Hund (welcher auf Kommando “Fuß” auf der linken Seite und Hundeschulter auf Kniehöhe Hundeführer läuft) ein bestimmtes Schema laufen, in dem verschiedene Übungen eingebaut sind. Diese sind z.B. Tempowechsel; Absitzen, Ablegen des Hundes auf Kommando und Abrufen des Hundes.

 

Der Hindernislauf. Die Hindernisbahn muß nur der Hund überwinden; der Mensch darf auf ebenem Boden die 75-Meter-Strecke nebenherlaufen. Im Idealfall sollten Hund und Herrchen, bzw Frauchen gleichzeitg im Ziel sein , so daß Herrchen/Frauchen sich ziemlich beeilen muß .
Die Hindernisbahn besteht aus einer kleinen Hürde am Anfang, gefolgt von einer Schrägwand und einem Tunnel. Danach muß der Hund ein Stück Weg über einen Laufsteg, es folgt ein Sprung über eine Tonne und dann durch einen Reifen. Zum Schluß ein kleiner Weitsprung und eine Hürde, die baugleich mit der ersten Hürde ist.
Es wird nach Geschwindigkeit bewertet. Das Auslassen, Umreißen oder Demontieren von Hindernissen wird mit Punktabzug bestraft, ebenso das Abwerfen der Weitsprungstangen.
 

Der Slalom. Hier ist der Aufbau ähnlich dem Aufbau wie beim Ski-Slalom! Das Hundeführer-Team sollte möglichst schnell und in der richtigen Reihenfolge den Slalom passieren. Am besten funktioniert dies, wenn der Hund “Fuß” läuft ohne das man ihn korrigieren muß; so kann man laufen ohne das man auf seinen Hund achten muß. Auch hier wird die Zeit gewertet, die man braucht. Wer dies ohne Leine macht, kriegt 10  Punkte als Bonuns dazu, als die, die auf Nummer sicher gehen und den Hund, welcher sich als kleiner Schalk erweist, lieber angeleint lassen.
 

Der Hürdenlauf. Die Hürden sind nur  40cm hoch, also keine Angst! Die eigentliche Schwierigkeit ist, daß man mit dem Hund auf gleicher Höhe sein sollte (falls nicht, bekommt man einen Punktabzug)! Meist ist es so, dass der Hund schon im Ziel ist, während Frauchen/Herrchen erst bei der zweiten Hürde ankommt. Man muß den lieben Vierbeiner also kräftig bremsen, damit der die 50-Meter-Bahn nicht im eigenen Tempo nimmt und Sie dumm da stehen läßt. Auch hier gibt es für abgeleinte Vierbeiner 10 Bonuspunkte. Es lohnt sich also, in die Erziehung zu investieren! Wenn Sie oder der Hund alle Stangen auf Ihrem Weg runterreißen, müssen Sie allerdings mit Punktverlusten rechnen.

 

Was die Geschwindigkeit betrifft, mit der sie die Hindernisse überwinden: Der die Geschwindigkeit nach unten korrigierende Faktor ist meist der Mensch...  welche bei Platzierungen in Männlein und Weiblein unterschiedlichen Alters eingeteilt werden.

 

 

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